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SwissBanking – unblogged

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Keine Konsolidierung durch Regulierung

Erstellt am 12.6.2012 von Thomas Sutter, Leiter Kommunikation und Mitglied der Geschäftsleitung

Es liegt in der Natur der Sache, dass das Verhältnis zwischen Aufsicht und Beaufsichtigten nie ganz spannungsfrei sein kann. So anerkenne ich ausdrücklich die Notwendigkeit einer starken Aufsicht und einer adäquaten Regulierung. Aber es soll dort reguliert werden, wo es sinnvoll, und nicht überall, wo es möglich ist. Unsere Branche ist im Umbruch. Verunsicherung macht sich breit. Wir brauchen daher nicht noch mehr kostenintensive Regulierung, sondern massgeschneiderte Massnahmen, welche die Wettbewerbsfähigkeit stärken und nicht schwächen.

Und hier kommt die FINMA ins Spiel. Sie interpretiert m.E. ihren gesetzlichen Auftrag etwas eng auf die Funktion eines Watchdogs. Gemäss dem Finanzmarktaufsichtsgesetz FINMAG muss sie "auch zum Ansehen und zur Wettbewerbsfähigkeit des Finanzplatzes Schweiz beitragen". Und weiter: "sie muss bei der Regulierung insbesondere die Kosten und die Auswirkungen auf den Wettbewerb, die Innovationsfähigkeit und die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Finanzplatzes berücksichtigen." Jüngst hat die FINMA zu Recht auf ihre Unabhängigkeit gepocht. Doch Unabhängigkeit darf weder ein Selbstzweck sein noch soll sie den wichtigen Dialog mit der Branche behindern. Abgrenzung oder eine Mauer zwischen Banken und Aufsicht sind in der kleinräumigen Schweiz aber noch nie eine vorteilhafte Strategie gewesen.

Die jüngsten Beschlüsse des Bundesrates zum Immobilienbereich, die in guter Zusammenarbeit mit der FINMA entstanden sind, sind ermutigende Signale. Denn der Finanzplatz steht vor den grössten Herausforderungen der letzten 100 Jahre. Gerade für die kleineren und inlandorientierten Banken, welche für die Schweizer Wirtschaft ebenfalls sehr wichtig sind, wird die Lage ernst. Arbeiten Aufsicht und Branche nicht in diesem Sinne eng zusammen, werden Konsolidierung, Abwanderungen und Arbeitsplatzabbau die unangenehmen Folgen sein. Lachende Dritte gibt es in Asien oder in Grossbritannien genug.


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