Medienmitteilung
18.05.2021

Schweizer Bankenbranche wird sehr positiv wahrgenommen

KMU-Kreditprogramm, Nachhaltigkeit und Vertrauen in die Banken tragen positiv zum Image der Banken bei 
  • 75 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer bezeichnen ihre Einstellung zu den Schweizer Banken als positiv oder sehr positiv.  Das ist ein neuer Höchststand: Die Einstellung der Schweizerinnen und Schweizer zu den Banken in der Schweiz ist so positiv wie noch nie in den letzten 20 Jahren.
  • 90 Prozent haben eine positive oder sehr positive Meinung über ihre Hauptbank. Als Top-Qualitäten der Banken gelten dabei Vertrauenswürdigkeit, Verlässlichkeit und die Kompetenz des Bankpersonals.
  • Einen wichtigen Beitrag zur Imagesteigerung erwirkten die Banken mit dem COVID-19-Kreditprogramm und ihrem Engagement im Bereich der Nachhaltigkeit.

Die alle zwei Jahre erscheinende, vom gfs.bern im Auftrag der Schweizerischen Bankiervereinigung (SBVg) durchgeführte Meinungsumfrage 2021 zeigt, wie die Bevölkerung den Ruf und die Dienstleistungen der Banken in der Schweiz sowie deren Rolle in der Gesellschaft bewerten. Eine breite Mehrheit aus nahezu allen politischen Lagern nimmt die Banken positiv wahr. Der Anteil derjenigen Personen, die ein positives oder sehr positives Bild der Schweizer Banken haben, ist mit 75 Prozent auf einem neuen Höchststand. Auch die Themen, die im Kontext der Bank von heute und morgen wichtig sind, werden vielfältiger. Neben den generellen Bankenthemen wurden in dieser Umfrage auch die Bedeutung und die Rolle der Banken im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie, Nachhaltigkeit, Digitalisierung und mit Homeoffice abgefragt. 

In den Monaten vor der Erhebung und im Erhebungszeitraum selbst hat die Corona-Pandemie die Bewertungen beeinflusst. Auch die Bewertung der Banken kann nicht isoliert davon verstanden werden. Die Ergebnisse zeigen eindeutig, dass die Banken als Stütze der Wirtschaft anerkannt werden. Rund neun von zehn befragten Personen kennen das COVID-19-Kreditprogramm und 84 Prozent bewerten den Beitrag der Banken zum Gelingen des Programms positiv.

Schweizer Banken sind gut aufgestellt: die Imagetreiber

In der Wahrnehmung der Bevölkerung wird der Schweizer Bankenplatz für seine Verlässlichkeit geschätzt. Die Banken gelten zudem als wichtige Arbeitgeberinnen und sind in der Wahrnehmung der Schweizerinnen und Schweizer solide und wirtschaftlich sicher aufgestellt. Ein weiterer Imagetreiber stellt das COVID-19-Kreditprogramm dar, welches praktisch ausschliesslich positiv beurteilt wird und zur positiven Einschätzung der Banken beiträgt. Gegenüber der eigenen Hauptbank ist ein flächendeckend hohes Vertrauen der Schweizerinnen und Schweizer festzustellen. Mit 90 Prozent gibt eine überwältigende Mehrheit an, eine positive Meinung gegenüber ihrer Hauptbank zu haben. Punkten können die Banken dabei vor allem als vertrauenswürdige, zuverlässige und kompetente Partnerinnen für Kundinnen und Kunden.

Ein deutlicher Trend zeichnet sich schon heute für die Aktivitäten der Banken im Umweltschutz und der Nachhaltigkeit aus. Rund zwei Drittel der Befragten vertreten die Meinung, dass sich Banken aktiv für den Schutz der Umwelt einsetzen. Als diese Frage im Jahr 2017 gestellt wurde, war die Zustimmungsrate erst bei 20 Prozent. Die Umfrageergebnisse zeigen eindeutig: Wenn Banken sich für den Schutz der Umwelt einsetzen, beeinflusst dies ihr Image unmittelbar und positiv. 

Die Digitalisierung wird von der Bevölkerung mehrheitlich als eine für Banken positive Entwicklung anerkannt. Die grössten Vorteile sehen die Befragten bei der Prozesseffizienz, während die Angst vor dem Verlust von Arbeitsplätzen und persönlichen Kontakten sowie Datenschutzbedenken als erwartete Nachteile genannt wurden.

Spezialthema Homeoffice: Flexibilität und persönlicher Kontakt sind wichtige Elemente für die Zufriedenheit

In Kombination mit der Corona-Pandemie und dem Homeoffice wurde das Bewusstsein gestärkt, dass die Digitalisierung nicht nur zur Beschleunigung, sondern auch zur Entschleunigung führen kann. So sind die meisten Schweizerinnen und Schweizer mit ihrer Homeoffice-Situation zufrieden. Nach einem Jahr mit minimalem persönlichem Kontakt ist die Bilanz aber sehr klar: Die Mehrheit wünscht für die Zeit nach der Pandemie nicht mehr Homeoffice als davor. Ob sich diese Meinung mit den Lockerungen ändert, werden spätere Befragungen zeigen. 

Befragungskonzept und Methode

Die Ergebnisse der Meinungsumfrage 2021 basieren auf einer repräsentativen Befragung von 1’001 Stimmberechtigten aus der gesamten Schweiz. Die Befragung wurde zwischen dem 13. Januar und 18. Februar 2021 mittels computerunterstützten Telefoninterviews (CATI) durchgeführt. Befragt wurde mittels eines Random Digit Dialing (RDD) / Dual-Frame-Verfahrens via Festnetz und Handy. Details und technische Eckwerte der nationalen Umfrage sind im Bericht zu finden.

Medienkontakte

Monika Dunant
Leiterin Public & Media Relations
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