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15.04.2021

Die britisch-schweizerische Handelskammer fördert den Dialog zwischen den Finanzplätzen Schweiz und Grossbritannien

Für den stark exportorientierten Finanzplatz Schweiz ist der Marktzugang – besonders zu den europäischen Märkten wichtig. Die SBVg engagierte sich deshalb für den Austausch zwischen Vertretern der Finanzplätze Schweiz und Grossbritannien. Im Rahmen der gestrigen Veranstaltung der British-Swiss Chamber of Commerce wurden die Chancen einer engeren Zusammenarbeit diskutiert.

Im vergangenen Jahr, am 30. Juni 2020, unterzeichneten Bundesrat Ueli Maurer und der Britische Schatzkanzler, Rishi Sunak, eine gemeinsame Erklärung zur Vertiefung der Beziehungen im Finanzsektor. Darin wurde das Ziel der Liberalisierung und des Ausbaus des gegenseitigen Marktzugangs im Banken-, Asset Management-, Versicherungs- sowie Kapitalmarktinfrastrukturbereich festgehalten. Das von beiden Ländern angestrebte Abkommen soll auf dem Prinzip der gegenseitigen Anerkennung der entsprechenden Finanzmarktregulierung sowie des jeweiligen Aufsichtsrahmens basieren. Seither erfolgten exploratorische Gespräche auf Regierungsebene sowie Anfangs Februar die Normalisierung der schweizerisch-britischen Beziehungen im Börsenbereich. Die formellen Verhandlungen wurden unterdessen ebenfalls angestossen – mit dem Ziel, bis Ende Jahr substanzielle Fortschritte zu erzielen.

Unter dem Titel "Die Zukunft der britisch-schweizerischen Zusammenarbeit im Finanzsektor - Was nun für die beiden größten Finanzzentren Europas?" organisierte die britisch-schweizerische Handelskammer eine Veranstaltung, um das entsprechende Potenzial für beide Länder mit Branchenkennern und Experten zu diskutieren.

Jörg Gasser, CEO der SBVg, hob in der Paneldiskussion hervor, dass offene Märkte für alle Parteien vorteilhaft sind und die Fortschritte bei der Öffnung der Finanzmärkte zwischen CH und UK als Vorbild für die Vertiefung der Zusammenarbeit zwischen international-orientierten Finanzzentren dienen sollten. Die SBVg begrüßt die Entschlossenheit aller Beteiligten in absehbarer Zeit ein entsprechendes Finanzdienstleistungsabkommen abzuschließen. Als Industrie unterstützen die Schweizer Banken das ehrgeizige Ziel, ein solches so schnell wie möglich zu erreichen. Der ins Auge gefasste «Mutual Recognition»-Ansatz überzeugt. Die SBVg wird überall dort unterstützen, wo sie einen Mehrwert schaffen kann. Denn der Schweizer Bankensektor spielt eine führende und innovative Rolle bei Zukunftsthemen wie Sustainable Finance und Digitalisierung. Offene Märkte werden Synergien freisetzen. Zudem wird es einen gesunden Wettbewerb geben, der beiden Finanzplätzen Vorteile bringt und generell die Wahlmöglichkeiten der Konsumenten erhöht.

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