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28.09.2023

Finanzplatz Schweiz: Vier Stimmen für die Zukunft   

Über 5'000 Kandidatinnen und Kandidaten treten am 22. Oktober 2023 zu den eidgenössischen Wahlen an, um einen der begehrten Sitze im Schweizer Parlament zu ergattern. Noch nie zuvor füllten die Parteien so fleissig ihre Listen wie in diesem Jahr. Vier der Bewerberinnen und Bewerber auf einen Nationalratssitz sind uns Rede und Antwort gestanden.

ZENO STAUB, Kandidat für den Nationalrat, Die Mitte

Wer sind Sie?

Ich engagiere mich in der Wirtschaft und in der Gesellschaft. Denn Gesellschaft ermöglicht Wirtschaft. Und umgekehrt. Ich bin aktuell als CEO von Vontobel tätig, wobei ich meinen Rücktritt auf April 2024 bekannt gegeben habe. Für die Nationalratswahlen 2023 kandidiere ich im Kanton Zürich als Spitzenkandidat der Liste 29 der Mitte – Wirtschaft und Gesellschaft AWG.

Wann hatten sie das letzte Mal Kontakt mit einer Bank?

Soeben, bei der Erledigung der Emails von gestern Abend. Als CEO von Vontobel habe ich jeden Tag Kontakt mit einer Bank, aber viel wichtiger mit unseren Bankkunden.

Weshalb sollte man Ihren Namen am 22. Oktober auf den Stimmzettel schreiben?

Weil ich wirtschaftlichen Verstand mit gesellschaftlicher Verantwortung glaubwürdig zusammenbringe. Es zählt zu den Stärken der Schweiz, dass sich ihre Bürger für das Gemeinwohl engagieren. Dies trägt in hohem Masse zu unserer politischen Stabilität bei. Ich werde meinen Beitrag dazu leisten, damit die Schweiz auch in Zukunft ein Erfolgsmodell bleibt.

Was machen Sie, wenn Sie nicht im Bundeshaus oder bei der Arbeit sind?

Ich bin heute CEO von Vontobel und werde auch über meinen Rücktritt hinaus wirtschaftlich engagiert bleiben, als Verwaltungsrat der Bühler Group aber auch, nach einem Jahr Pause, bei Vontobel. Zudem werde ich als Präsident der AWG des Kantons Zürich unabhängig von der Wahl politisch engagiert bleiben.

Was sind die brennendsten Anliegen, die Sie im Parlament einbringen möchten?

Dass die Menschen in der Schweiz auch morgen noch von den Stärken dieses Landes profitieren und ihren Lebenstraum leben können. Dafür braucht es bürgerliche Mehrheiten, die wirtschaftsliberale, umweltbewusste und national-selbstbestimmte Lösungen erarbeiten und durchsetzen. Denn nur so erhalten wir eine freie, eigenständige Schweiz

Mit welchen drei Adjektiven würden Sie den Finanzplatz Schweiz 2027 beschreiben und warum?

  1. Führend – In der Vermögensverwaltung für Privatkunden global führend – wir haben einzigartige Voraussetzungen, immer noch eine starke Position und gute Chancen diese zu stärken und auszubauen.
  2. Robust – weil wir eine Regulierung haben, die eine starke Kapitalisierung, krisenfeste Liquiditätsvorgaben und eine wasserdichte Too-big-to-Fail-Planung sicherstellt.
  3. Verankert – weil wir bei für uns wichtigen Abstimmungen Mehrheiten gewinnen und die Schweiz wieder stolz ist auf ihren Finanzplatz.

Was macht für Sie das ideale Zusammenspiel zwischen Politik und Finanzplatz aus?

Gegenseitiger Respekt und Verständnis, Transparenz und Professionalität im Umgang und Kompetenz bei allen Entscheidungsträgern auf beiden Seiten.

CORINA GREDIG, Kandidatin für den Nationalrat, glp

Wer sind Sie?

Aufgewachsen in der Gemeinde Maur, lebe ich heute mit meinen zwei Kindern in der Stadt Zürich. Nebst dem Nationalratsmandat bin ich Co-Präsidentin der Zürcher Kantonalpartei und in einem kleinen Pensum noch Partnerin in einem Beratungsbüro. Übrigens bin ich bei einer Bank ins Berufsleben gestartet: Kurz vor dem 18. Geburtstag stand ich das erste Mal in einer Filiale hinter dem Tresen und war ziemlich nervös. Während dem Einsatz im Trading Floor habe ich die Swiss Exchange Händlerprüfung gemacht. Die war dann nützlich, als ich nach der kaufmännischen Berufsmaturität auf dem zweiten Bildungsweg an der Uni Zürich Politikwissenschaften und Volkswirtschaft studiert habe. Abends habe ich im Trading Floor am Nightdesk gearbeitet, um das Studium zu finanzieren.

Wann hatten Sie das letzte Mal Kontakt mit einer Bank?

Letzte Woche hat mir ein Mitarbeiter Anlagevorschläge gemacht. Allerdings bin ich aufgrund des Wahlkampfs noch nicht dazugekommen, mir diese anzuschauen. Von dem her, falls der betroffene Mitarbeiter hier mitliest: Es liegt nicht an den gemachten Anlagevorschlägen! 

Weshalb sollte man Ihren Namen am 22. Oktober auf den Stimmzettel schreiben?

Wenn Ihnen wichtig ist, dass es vorwärts geht in den grossen Fragen unserer Zeit, dann gerne zwei Stimmen für mich. Meine Brille: Eine liberale Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung. Plus die Lebensgrundlagen schützen auch für die kommende Generation.

Was machen Sie, wenn Sie nicht im Bundeshaus oder bei der Arbeit sind?

Ich liebe die Bergwelt und gehe entsprechend gerne wandern. Und ich würde gerne wieder mehr Fussball spielen, statt nur am Spielfeldrand zu stehen.

Was sind die brennendsten Anliegen, die Sie im Parlament einbringen möchten?

Klimaziele erreichen. Vereinbarkeit Beruf und Familie, Fachkräftemangel bekämpfen. Stabile Beziehungen mit Europa.

Mit welchen drei Adjektiven würden Sie den Finanzplatz Schweiz 2027 beschreiben und warum?

  1. Stabil
  2. Sicher
  3. Sauber

Um das Vertrauen der Anleger und der Öffentlichkeit zu gewährleisten, respektive wieder zurückzugewinnen.

Was macht für Sie das ideale Zusammenspiel zwischen Politik und Finanzplatz aus?

Die Finanzbranche hat eine besondere Verantwortung. Einerseits weil das Image der Schweiz eng mit dem Image des Finanzplatzes verknüpft ist. Andererseits aufgrund der Bedeutung der Branche: Die Finanzbranche hat eine enorme Hebelwirkung, um gesamtgesellschaftliche Ziele wie die Pariser Klimaziele zu erreichen. Der Schweizer Finanzplatz sollte hier vorangehen und Hand für die Finanzierung der erforderlichen Investitionen für eine klimaneutrale Zukunft bieten. Aufgabe der Politik ist es, dafür klare Rahmenbedingungen zu schaffen, damit der Finanzplatz bezüglich Nachhaltigkeit international glaubwürdig ist und eine Vorreiterrolle einnehmen kann. Wir waren in der Schweiz doch schon so häufig Pioniere. Seien wir es auch, wenn es darum geht, einen nachhaltigen Finanzplatz zu schaffen!

THOMAS MATTER, Kandidat für den Nationalrat, SVP

Wer sind Sie?

Ich bin Bankunternehmer und seit jeher politisch interessiert. 2011 habe ich zusammen mit Weggefährten die Helvetische Bank gegründet, der ich heute als Präsident vorstehe. Nach dem Rücktritt von Christoph Blocher wurde ich als Nationalrat vereidigt und 2015 wie auch 2019 wiedergewählt. Bei den anstehenden Wahlen kandidiere ich auf der Liste 1 der SVP Zürich.

Wann hatten Sie das letzte Mal Kontakt mit einer Bank?

Als Mitgründer und Verwaltungsratspräsident habe ich täglich Kontakt mit der Helvetischen Bank und beschäftige mich somit regelmässig mit unterschiedlichsten Bankenanliegen.

Weshalb sollte man Ihren Namen am 22. Oktober auf den Stimmzettel schreiben?

Aus Sicht eines Bankangestellten: Weil ich mich für einen starken Finanzplatz und sichere Arbeitsplätze einsetze und ausreichend Erfahrung in diesem Bereich mitbringe. 

Was machen Sie, wenn Sie nicht im Bundeshaus oder bei der Arbeit sind?

Als Ausgleich zum beruflichen und politischen Alltag ist es mir wichtig Zeit mit meiner Familie zu verbringen, Sport zu treiben oder auch mal ein Buch zu lesen.

Was sind die brennendsten Anliegen, die Sie im Parlament einbringen möchten?

Erstens werde ich mich gegen das stetige Bevölkerungswachstum in unserem Land einsetzen. Zweites ist es zentral, dass die Schweiz auch in Zukunft unabhängig und neutral ist, um dies zu bewahren, werde ich mich engagieren. Und schliesslich ist die Wirtschaftsfreiheit ein wichtiger Pfeiler unseres Erfolgs, den wir bewahren müssen. Daher werde ich mich gegen die immer grösser werdenden Bürokratiehürden einsetzen. Kurz: Ich setze mich für eine sichere Zukunft in Freiheit ein.

Mit welchen drei Adjektiven würden Sie den Finanzplatz Schweiz 2027 beschreiben und warum?

  1. Innovativ – der Schweizer Finanzplatz wird auf Innovation setzen, um auch in Zukunft international wettbewerbsfähig zu bleiben.
  2. Stabil – Rechtssicherheit und eine stabile Währung müssen weiterhin gewährleistet werden, damit die Schweiz auch 2027 ein erfolgreicher Finanzplatz ist.
  3. Kundenfreundlich – unsere Kunden stehen wieder im Zentrum und nicht die hausgemachten Probleme in der Finanzbranche.

Was macht für Sie das ideale Zusammenspiel zwischen Politik und Finanzplatz aus? Ein ideales Zusammenspiel ist dann gegeben, wenn die Politik und der Finanzsektor gemeinsame Ziele verfolgen, wie Prosperität, Stabilität und Wirtschaftsfreiheit.

 

HANS-PETER PORTMANN, Kandidat für den Nationalrat, FDP

Wer sind Sie?

Ich bin ein Mensch, der in jungen Jahren entschieden hat, sich in der Politik zu engagieren und einen Beitrag für die Allgemeinheit zu leisten. Ich wurde 2014 als Nationalrat vereidigt und 2015 wie auch 2019 wiedergewählt. Bei den anstehenden Wahlen kandidiere ich auf der Liste 5 der FDP Zürich.

Wann hatten sie das letzte Mal Kontakt mit einer Bank?

Mein Beruf ist Bankkaufmann, und ich bin als Milizpolitiker immer noch aktiv in der Privatwirtschaft tätig. Somit bin ich täglich im Kontakt mit verschiedensten Banken. Ich kenne somit die Anliegen, aber auch die Bedeutung der Finanzbranche aus erster Hand.

Weshalb sollte man Ihren Namen am 22. Oktober auf den Stimmzettel schreiben?

In unserer schützenswerten Heimat kämpfe ich für eine freiheitliche und solidarische Gesellschaft, den Erhalt unserer Naturlandschaft, sowie für eine überlebensfähige Schweizer Volkswirtschaft. Dabei respektiere ich meine Mitmenschen und ihre Werte, bleibe mir aber selbst treu.

Was machen Sie, wenn Sie nicht im Bundeshaus oder bei der Arbeit sind?

Ich verbringe meine Freizeit im Kreise von Freunden und Familie. Ich gehe regelmässig ins Fitness, höre Musik und schaue mir Filme an, gehe an Konzerte oder ins Kino.

Was sind die brennendsten Anliegen, die Sie im Parlament einbringen möchten?

Als Exportland müssen wir unsere internationalen Beziehungen zugunsten von Arbeitsplätzen und Wohlstand stärken und unsere Wettbewerbsfähigkeit verteidigen.

Mit welchen drei Adjektiven würden Sie den Finanzplatz Schweiz 2027 beschreiben und warum?

  1. Professionell – damit wir für die besten Arbeitskräfte auch in Zukunft attraktive Arbeitgeber sind.
  2. Dienstleistungsorientiert – weil die Kunden bei uns im Zentrum stehen und Vertrauen in ihre Bank haben.
  3. Robust – weil die Schweiz dank unserer politischen Stabilität die besten Rahmenbedingungen bieten kann.

Was macht für Sie das ideale Zusammenspiel zwischen Politik und Finanzplatz aus?

Gegenseitiger Respekt und ein kontinuierlicher Fachdialog, wo beide Seiten voneinander lernen können.

Wahlen 2023 – Gemeinsam für einen starken Finanzplatz

Nebst diesen vier Portraitierten gibt es natürlich viele weitere Kandidatinnen und Kandidaten, die sich in der kommenden Legislatur für den Finanzplatz Schweiz stark machen wollen. Verschaffen Sie sich auf unserer Webseite einen Überblick!  

PolitikInsight

Autoren

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