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10.03.2026

Hinter den Stimmen: Wie eine Podcastfolge entsteht 

Von der Themenfindung bis zur Veröffentlichung: Hinter den Kulissen entsteht jede Podcastfolge von The River mit viel Teamarbeit. 

Wenn im Podcaststudio von Life Fabrik in Rüschlikon das Licht angeht, wird ein überraschend schmuckloser, rein funktionaler Raum beleuchtet: Ein schwarzer, ovaler Tisch, darauf drei grosse Mikrofone, mehrere Stative mit Videokameras, rundherum schwarze Vorhänge. Doch hier entsteht etwas, das später viele Menschen hören werden: eine neue Folge des Podcast The River.

Die Arbeit an einer neuen Episode beginnt jedoch nicht im Studio, sondern viele Wochen zuvor. Dagmar Laub, Leiterin Kommunikation und Public Affairs bei Swiss Banking und verantwortlich für die Kampagne The River, diskutiert regelmässig mit ihrem Team über mögliche Themen und Gäste. «Wir überlegen uns, wie wir den Nutzen der Banken für die breite Bevölkerung vermitteln können», so Laub. «Und zwar auf eine verständliche, spannende und auch emotionale Art».

Einen klassischen Standardprozess dafür gibt es nicht. Das Team diskutiert Ideen, überlegt sich mögliche Gäste und ist auch im Austausch mit Mitgliedern. «Manchmal steht das Thema am Anfang, manchmal ein interessanter Gast», erläutert Dagmar Laub. Das hat auch viel mit Bauchgefühl zu tun.  «In der Romandie sind andere Themen von Bedeutung, dem tragen wir Rechnung mit unseren Folgen auf Französisch, die in einem Genfer Studio mit Carine Riell als Moderatorin aufgenommen werden».

Steht das Thema, werden mit den Gästen Vorgespräche geführt und daraus eine Zusammenfassung für die Moderatorinnen erstellt. «Diese Briefings dienen den Moderatorinnen, neben Carine in Genf ist es die bekannte Wirtschaftsjournalistin Carolin Roth für die deutsche Ausgabe, als Grundlage für ihre eigenen Gesprächsvorbereitungen.» Ab diesem Zeitpunkt liegt die inhaltliche Verantwortung bei den Moderatorinnen, sie haben redaktionelle Freiheiten. Dieser Ansatz war von Beginn weg ein wichtiger Teil des Konzepts: «Der Podcast soll Diskurs zulassen», so Dagmar Laub. «Wir wollen interessante Gäste, die etwas zu sagen haben. Wir wollen andere Meinungen hören».

Die eigentliche Aufnahme dauert insgesamt zwei Stunden, inklusive Maske, technische Vorbereitungen und Gespräch. Vor Ort sind drei Techniker im Einsatz. Eine Person kontrolliert den Ton, eine weitere das Bild. Denn, obwohl sich der deutlich grössere Teil des Publikums den Podcast anhört, betreibt Swiss Banking einen grossen Aufwand, dass auch das Video in höchster Qualität erstellt wird. «Das Video, beziehungsweise bestimmte kurze Sequenzen daraus, sind wichtig für die Vermarktung und Verbreitung auf den Social-Media-Kanälen», erklärt Dagmar Laub.  «Posts zum Podcast erreichen eine sehr gute Sichtbarkeit»

In den Tagen nach der Aufzeichnung ist Fabio Nay, Inhaber von Life Fabrik, und sein Team an der Postproduktion. Jetzt geht es um beinahe chirurgische Präzision. Er entfernt laute Atemgeräusche, korrigiert kleine Versprecher und einzelne Bilderschnitte.

Zwei Wochen später geht die Folge online. Längst ist das Team am planen der nächsten Themen und Gäste. Eine Podcastfolge ist kein Zufallsprodukt. Sie ist ein journalistischer Prozess – mit Recherche, Dramaturgie, Technik, Redaktion und ständigem Ringen um die beste Erzählform. Vor allem ist sie Teamarbeit. Und wenn alles zusammenkommt, entsteht etwas Wichtiges: Bedeutende Stimmen, die gehört werden.

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