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02.07.2026

SNB bestätigt die Widerstandsfähigkeit der Schweizer Banken

Die Schweizerischen Nationalbank (SNB) hat heute ihren Finanzstabilitätsbericht 2026 veröffentlicht. Er bestätigt die hohe Widerstandsfähigkeit des Schweizer Bankensektors. In einem von geopolitischen Spannungen, erhöhter Unsicherheit und globalen Risiken geprägten Umfeld beurteilt die SNB die Kapitalisierung, Liquiditätsausstattung und Verlusttragfähigkeit der Schweizer Banken insgesamt als robust.

Die SNB hält fest, dass die Schweizer Banken über substanzielle Kapital- und Liquiditätspuffer verfügen. Sie zeigen sich in den von der SNB durchgeführten Stressszenarien mehrheitlich widerstandsfähig, und zwar bereits mit ihrer heutigen Kapital- und Liquiditätsausstattung. Vor diesem Hintergrund lässt sich der Ruf nach höheren Kapitalanforderungen aus Sicht der SBVg nicht begründen.

Zudem entwickelt sich die Profitabilität des Bankensektors gemäss Bericht insgesamt positiv. Dies unterstreicht einmal mehr die Fähigkeit des Schweizer Bankensektors, seine zentrale Rolle bei der Finanzierung von Unternehmen und Haushalten auch unter schwierigen wirtschaftlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen wahrzunehmen.

«Der Bericht bestätigt die solide Verfassung des Schweizer Bankensektors. Diese Stärke ist die Grundlage dafür, dass die Banken die Wirtschaft auch unter anspruchsvollen Bedingungen zuverlässig finanzieren», sagt Martin Hess, Leiter Wirtschaftspolitik und Chefökonom der Schweizerischen Bankiervereinigung.

Gleichzeitig verweist die SNB auf weiterhin bestehende Verwundbarkeiten im Schweizer Immobilien- und Hypothekarmarkt. Die Hypothekarverschuldung bleibt hoch und die Wohnimmobilienpreise haben zuletzt erneut an Dynamik gewonnen. Dahinter steht ein knappes Angebot an Wohneigentum, das auf eine hohe, durch Bevölkerungswachstum und tiefe Zinsen getriebene Nachfrage trifft.

Erfreulich ist, dass die SNB dabei ihre bisherige Methodologie zur Beurteilung der Tragbarkeitsrisiken dabei kritisch hinterfragt. Diese Risiken sinken deutlich, wenn dabei das Finanzvermögen der Hypothekarschuldner berücksichtigt wird. Damit bestätigt sich auch die vorsichtige Kreditvergabepraxis der Banken. Allfällige neuen Vorgaben im Bereich der Tragbarkeit wären somit unbegründet.

Der Bericht zeigt zudem, dass sich Risiken für die Finanzstabilität zunehmend auch ausserhalb des traditionellen Bankensektors entwickeln. Die SNB widmet deshalb Themen wie Cyberrisiken, operationellen Risiken, der wachsenden Bedeutung von Nichtbanken im Finanzsystem sowie Stablecoins besondere Aufmerksamkeit. Sie weist explizit darauf hin, dass Stablecoins auch dann Risiken für die Finanzstabilität in der Schweiz bergen können, wenn sie in weniger stark regulierten Ländern ausgegeben werden können. Dass die SNB deshalb eine angemessene internationale Koordination der Regulierung als zweckmässig ansieht, ist folgerichtig, wie dies auch in anderen Bereichen des Finanzgeschäfts der Fall ist.

Wirtschaft

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