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05.03.2026

Swiss Banking Outlook: Standortvorteile stützen positiven Geschäftsausblick

Die Schweizerische Bankiervereinigung (SBVg) hat das Update ihres Swiss Banking Outlooks veröffentlicht. Die auf einer Umfrage unter Finanzmarktexpertinnen und -experten der Mitgliedsinstitute basierende Konsensprognose zur konjunkturellen Entwicklung der Schweiz und zur Geschäftsentwicklung der Banken zeichnet ein verhalten optimistisches Bild: Trotz geoökonomischer Unsicherheiten rechnen die Banken mit einem stabilen bis steigenden Geschäftserfolg. Als Treiber werden das Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft sowie die ungebrochene Nachfrage nach Sicherheit und «Swissness» im Wealth Management genannt.

Die befragten Finanzmarktexpertinnen und -experten der SBVg-Mitgliedsinstitute erwarten für die Schweiz ein moderates Wirtschaftswachstum, eine Arbeitslosenquote von 3 Prozent und eine leicht steigende Inflation auf einem nach wie vor tiefen Niveau. Die Mehrheit geht davon aus, dass der SNB-Leitzins auch 2026 bei 0,00 Prozent bleibt und nicht in den negativen Bereich fällt.

Kommissionsgeschäft kompensiert Margendruck
Mehr als drei Viertel der Befragten erwarten für 2026 einen gleichbleibenden bis steigenden aggregierten Geschäftserfolg der Banken, und dies trotz anhaltendem Margendrucks im Nullzinsumfeld. Die optimistischen Prognosen stützen sich auf einen steigenden Erfolg im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft. Eine höhere Kundenaktivität, wachsende verwaltete Vermögen und eine positive Entwicklung in den meisten Asset-Klassen dürften die Herausforderungen im Zinsgeschäft kompensieren.

«Trotz des anhaltenden Nullzinsumfelds und des damit verbundenen Margendrucks blicken die Banken in der Schweiz zuversichtlich nach vorne. Das robuste Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft sowie das hohe Vertrauen in die Stabilität des Schweizer Finanzplatzes stärken die Ertragsbasis», erklärt Martin Hess, Chefökonom der SBVg.

Hypothekarmarkt bleibt dynamisch
Für Hypothekarkredite, die den grössten Teil des Kreditgeschäfts der Banken ausmachen, bleiben die Aussichten positiv. Auch nach der Abschaffung des Eigenmietwerts rechnen die Expertinnen und Experten mit einer zunehmenden Nachfrage. Zudem dürften steigende Immobilienpreise das Hypothekarvolumen zusätzlich erhöhen. Bei den inländischen Nicht-Hypothekarkrediten fällt die Einschätzung verhaltener aus. 60 Prozent der Befragten erwarten ein Wachstum im Rahmen der bisherigen Durchschnittswerte. Als Grund nennen sie die Unsicherheit bezüglich des Investitionsverhaltens der Unternehmen.

Verwaltete Vermögen auf Rekordniveau
Die verwalteten Vermögen erreichten 2024 einen Höchststand. Dieser Trend dürfte sich fortsetzen. Als wesentliche Faktoren gelten das anhaltende Bedürfnis der Kundinnen und Kunden nach Sicherheit und «Swissness» sowie die Attraktivität des starken Schweizer Frankens. Die Expertinnen und Experten erwarten, dass sich der Schweizer Finanzplatz auch in einem Niedrigzinsumfeld und in einem geoökonomisch anspruchsvollen Umfeld weiterhin behaupten wird.

Über den Swiss Banking Outlook

Der halbjährlich erscheinende Swiss Banking Outlook bietet eine Konsensprognose zu relevanten Konjunktur- und Finanzmarktindikatoren sowie Einschätzungen zur Entwicklung der Bankenbranche in der Schweiz. Die Ergebnisse basieren auf einer schriftlichen Umfrage unter 20 Finanzmarktexpertinnen und -experten von Mitgliedsinstituten der SBVg. Die Befragten sind Chefökonominnen und Chefökonomen, Chief Investment Officer oder leitende Anlageexpertinnen und -experten.

Den vollständigen Swiss Banking Outlook finden Sie hier. 

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