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15.06.2021

Migros Bank neu im Retail Banking Ausschuss der SBVg

Die Migros Bank nimmt mit Markus Schawalder, Leiter Private Kunden und Geschäftsleitungsmitglied, neu im Steuerungsausschuss Retail Banking der Schweizerischen Bankiervereinigung (SBVg) Einsitz. Damit werden Repräsentativität und Expertise in diesem strategisch wichtigen Ausschuss weiter gestärkt. Die SBVg freut sich auf die noch engere Zusammenarbeit mit der Migros Bank und hat bei Markus Schawalder nachgefragt, wie das Retail Banking der Zukunft aussieht.

Der Steuerungsausschuss Retail Banking der SBVg ist eines der vier strategischen businessorientierten Gremien, welche die relevanten Themen der jeweiligen Geschäftsfeldern beraten und Trends der Branche frühzeitig aufgreifen. Die SBVg ist dabei bestrebt, alle relevanten Akteure der Branche einzubeziehen und eine möglichst hohe Repräsentativität sicherzustellen.

Herr Schawalder, die Migros Bank wirkt neu im Steuerungsausschuss Retail Banking mit. Weshalb?

Wir freuen uns sehr, die SBVg bei der Schaffung von optimalen Rahmenbedingungen für einen innovativen und vielfältigen Bankensektor zu unterstützen. Ziel ist es, dass wir einen gemeinsamen Nenner finden, welcher für sämtliche Mitglieder zielführend ist. Die Migros Bank zählt zu den fünf grössten Hypothekarbanken der Schweiz und zugleich haben wir ausgebaute

Kompetenzen einer Universalbank, womit wir ein starkes Interesse an den Themen haben, die im Steuerungsausschuss Retail Banking zur Debatte stehen.

Das Retail Banking ist zentral für die Banken in der Schweiz. Wo sehen Sie aktuell die grössten Herausforderungen?

Wir befinden uns in einem digitalen Disruptionsprozess, welcher durch die Pandemie beschleunigt wurde. Es drängen Intermediäre mit neuen Geschäftsmodellen in Bezug auf den Zugang in den Finanzmarkt. So können deren Kundinnen und Kunden von der Kontoeröffnung über den Zahlungsverkehr bis zum Kreditantrag ausschliesslich online interagieren. Kundinnen und Kunden gewöhnen sich an die Vorteile von digitalen Lösungen und erwarten bedürfnisgerechte und personalisierte Angebote. Die Verteidigung der Kundenschnittstelle wird somit für die traditionellen Finanzinstitute zu einer der wichtigsten strategischen Zielsetzungen. Das Tiefzinsumfeld wird zudem bestehen bleiben und wir verdienen mit dem Hypothekargeschäft weniger, was über das Anlagegeschäft nur teilweise kompensiert werden kann. Traditionelle Banken müssen daher neue Geschäftsmodelle entwickeln, um neue Ertragsströme zu erschliessen.

Wo steht das Retail Banking in zehn Jahren?

In 10 Jahren gehören die digitalaffine Generation-Z zu den «Mid-Ager» und Teile der Generation-Y schon zu den «Best-Ager». Diese beiden Generationen zählen zu den interessantesten Altersgruppen für die Retail Banken. Ich bin überzeugt, dass der Direktkanal von Finanzdienstleistern ausgebaut und als gleichwertiger Kanal zum physischen Kanal genutzt wird. Wahrscheinlich wird eine Online-Eröffnung von einem Konto nur noch eins bis zwei Minuten dauern.

Die künstliche Intelligenz wird in den Bereichen Kundenerlebnisse und Kreditgeschäft vermehrt eingesetzt. Die Kundenberaterinnen und -berater werden mit ihrer Kundschaft nicht mehr wie heute 1:1 in Kontakt stehen. Vielmehr spielt bei der Wahl eines Finanzinstituts oder eines Produktes das Vertrauen in den Brand die zentrale Rolle. Kompetente Bankmitarbeitende, die das Leistungsversprechen kompromisslos einlösen,  werden dabei entscheidend sein. Egal, über welchen Kanal die Kundin oder der Kunde mit der Bank interagiert.

Mit wem dürfen die Mitglieder des Steuerungsausschusses mit Ihrem Einsitz rechnen? Wer ist Markus Schawalder?  Wie stehen Sie persönlich zum Retail Banking?

Ich bin im Retail Banking gross geworden und freue mich meine Fachkompetenz in den Ausschuss der SBVg einzubringen. Mir sind neben fachlicher Kompetenz auch Leadership- und soziale Fähigkeiten  wichtig. Ich mag Herausforderungen privat sowie auch geschäftlich und nehme diese gerne mutig in Angriff. Meine Ambitionen sind sehr hoch. Der Erfolg setzt aber nur mit einem funktionierenden und motivierten Team ein und dabei ist der respektvolle Umgang untereinander entscheidend. Nur gemeinsam können wir uns weiterentwickeln und die neue Marktsituation als Chance sehen.

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