Medienmitteilungen
14.09.2017

Bankiertag 2017: An der Spitze bleiben

Basel14. September 2017  Die diesjährige Generalversammlung der Banken in der Schweiz steht unter dem Motto „An der Spitze bleiben“. Die Banken sind in hohem Mass wettbewerbsfähig. Sie zeichnen sich durch Innovation, Professionalität und Qualität aus. Aber sie müssen Rahmenbedingungen vorfinden, innerhalb derer sie ihre Geschäftsstrategien erfolgreich zur Entfaltung bringen können. Die Schweizerische Bankiervereinigung (SBVg) bringt sich erfolgreich in die Gestaltung der bestmöglichen Rahmenbedingungen für ihre Mitglieder ein.
  • Bankiervereinigung positioniert sich als Vordenkerin der Rahmenbedingungen von morgen.
  • Verband definiert drei Leitlinien für einen erfolgreichen, weltweit kompetitiven Finanzplatz Schweiz:
    • Erstens fordert die Bankiervereinigung die konsequente Berücksichtigung der Wettbewerbsfähigkeit bei allen Regulierungsprojekten.
    • Zweitens setzt sich der Verband für offene Märkte ein und fordert mit Nachdruck die Anerkennung der Äquivalenz einschlägiger Schweizer Gesetze durch die EU. Kann die Äquivalenz im Finanzbereich nicht gewährleistet werden, sollten keine vertiefenden Gespräche über den Kohäsionsbeitrag mit der EU geführt werden.
    • Drittens stellt die Bankiervereinigung die Innovationsfähigkeit der Branche in den Fokus und verfolgt eng Digitalisierungs-Trends mit Blick auf die Ausgestaltung innovationsfreundlicher Rahmenbedingungen.

Strategische Stossrichtungen der Bankiervereinigung

Die SBVg nannte drei strategische Stossrichtungen für die Verbandsarbeit: klare Positionierung, Antizipieren der Rahmenbedingungen von morgen und Zusammenarbeit und Vernetzung. Die Schweizer Banken stehen für erstklassigen Service, professionelle Kundenberatung und beste Produkte. Sie leisten einen grossen Beitrag zum Wohlstand der Schweiz. Im Rahmen der Verbandsgremien werden die Rahmenbedingungen von morgen vorausgedacht. Dies bedingt, dass die Banken ihre Ansichten auf Basis von klaren Positionen von Beginn weg in den Regulierungsprozess einbringen können – auf nationaler Ebene wie auch in internationalen standardsetzenden Gremien. Die SBVg nutzt die Ressourcen der Mitglieder und Verbände, um ihre Positionen auf Basis höchster Kompetenz zu festigen und in den Dialog einzubringen.

Leitlinien für die Zukunft

Mit Blick nach vorne richtet sich die SBVg an drei Leitlinien aus. Zum ersten fordert die SBVg die konsequente Berücksichtigung von Wettbewerbsfähigkeitsaspekten in allen bankenrelevanten Regulierungsprozessen. „Wir brauchen keinen Swiss Finish, sondern einen Swiss Way“, so Herbert J. Scheidt, Präsident der SBVg. „Regulierung muss ohne Wenn und Aber auf Wettbewerbsfähigkeit setzen und Spielräume im Vergleich zum Ausland nutzen.“

Die zweite Leitlinie heisst Offenheit. Als liberale Vertreterin offener Märkte fordert die SBVg konsequent den Marktzugang und dass die Äquivalenz im Finanzbereich gewährleistet sein muss, bevor die Schweiz in Gespräche über einen weiteren Kohäsionsbeitrag einsteigt. Die Schweiz ist kein beliebiger Drittstaat, sondern aufs Engste mit Europa verbunden und ein über Jahrzehnte etablierter Partner der EU.

Die dritte Leitlinie ist Innovation: Die SBVg diskutiert intensiv mit ihren Mitgliedern über die Trends in der Industrie, die durch die Entwicklung im Bereich der Digitalisierung ermöglicht werden. Zu diesem Zweck hat die SBVg im letzten Sommer eine Expertengruppe ins Leben gerufen, in der Branchenspezialisten laufend die Eignung der bestehenden Rahmenbedingungen im Hinblick auf diese Entwicklungen analysieren.

Neue Verwaltungsrätin

An der diesjährigen Generalversammlung wird eine neue Verwaltungsrätin zur Wahl vorgeschlagen: Kristine Braden, Managing Director, Citi Country Officer for Switzerland, Monaco and Liechtenstein, Corporate & Investment Banking Head for Switzerland, Citibank (Switzerland) SA. Sie ersetzt als Vertreterin der Auslandbanken Marco Bizzozero, ehemals CEO Deutsche Bank Schweiz, der aus dem Verwaltungsrat ausgetreten ist.

Schweizerischer Bankiertag

Der Bankiertag ist die jährliche Generalversammlung der SBVg und bildet einen der Höhepunkte im Schweizer Bankenjahr. Nebst der Präsidialrede durch Herbert J. Scheidt, Präsident der SBVg, wird Bundesrat Johann N. Schneider-Ammann, Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung, die Grussbotschaft des Bundesrats überbringen. Staatssekretär Jörg Gasser hält ein Impulsreferat zur Wettbewerbsfähigkeit des Finanzplatzes Schweiz als Einführung zu einem Panelgespräch, an dem neben Staatssekretär Gasser hochrangige Bankenvertreter aus den vier Geschäftsfeldern Private Banking, Asset Management, Retail Banking und Capital Markets teilnehmen werden. Im Rahmen des Bankiertags werden ausserdem die Banklehr-Absolventen 2017 mit den besten betrieblichen Noten ausgezeichnet.Im Mittelpunkt des Bankiertags steht der Austausch zwischen Persönlichkeiten aus der Welt der Banken, der Politik und der Wirtschaft. Eingeladen sind auch Botschafterinnen und Botschafter, die dem Anlass internationale Ausstrahlung geben. Es werden rund 450 geladene Gäste erwartet.

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