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28.09.2023

Verantwortung, Stabilität und Cybersicherheit 

«Das Vertrauen in einen Finanzplatz entsteht auf drei Ebenen: dem Land, dem Finanzsystem und der einzelnen Bank» – diese Botschaft stand im Zentrum des diesjährigen Bankiertages. Mit Vertrauen kommt aber immer auch Verantwortung, die jede und jeder wahrnehmen muss. Beides ist auch zentral beim sicheren Umgang mit Cyber-Risiken. Die damit verbundenen Herausforderungen wurden von einem hochkarätigen Panel beleuchtet.

Ein ambivalentes erstes Halbjahr liegt hinter dem Finanzplatz – einerseits tief geprägt von den Ereignissen rund um die Credit Suisse, anderseits weisen die Anfangs September publizierten Zahlen im Bankenbarometer auf einen stabilen und prosperierenden Finanzplatz Schweiz hin. Gemäss dem neuen Swiss Banking Outlook dürfen wir sogar zuversichtlich in die Zukunft schauen, was nicht nur die Bankenbranche, sondern auch die Schweizer Wirtschaft positiv stimmen darf.

Marcel Rohner, Präsident der SBVg

Die Basis jeglicher positiver Aussichten für den Bankenplatz Schweiz ist das Vertrauen, welches auf drei Ebenen – dem Land, dem Finanzsystem und der einzelnen Bank – ruht. Marcel Rohner, Präsident der Schweizerischen Bankiervereinigung (SBVg), strich in seiner Rede markant hervor, wie das Zusammenspiel der Ebenen sichergestellt sein muss, damit der Finanzplatz Schweiz nachhaltig erfolgreich sein kann. Dabei ging er nicht nur auf potenzielle Anpassungen im Liquiditätssystem der Schweiz ein, sondern betonte auch die Pflicht der einzelnen Bank, das in sie gesetzte Vertrauen durch eine gute Risikokultur zu wahren: «Die Durchsetzung und strikte Einhaltung von Limiten und Regeln für alle Risikokategorien sind der unverzichtbare Kern einer glaubwürdigen Risikokultur. Es gibt im Bankgeschäft bei der Durchsetzung von Limiten und Regeln keine Alternative zur Null-Toleranz.»

Karin Keller-Sutter, Bundesrätin

Bundesrätlicher Blick und vielseitiges Panel zu Cybersecurity  

Die diesjährige Grussbotschaft der Landesregierung erfolgte durch Bundesrätin Karin Keller-Sutter, die den Anwesenden ihren Blick auf die neuen Herausforderungen des Finanzplatzes darlegte. Sowohl in ihrer Rede wie auch in einer kurzen Fragerunde mit der Moderatorin mahnte die Bundesrätin die Banken, ihrer Verantwortung gerecht zu werden und sie wahrzunehmen. Die Ursachenforschung zum Untergang der Credit-Suisse müsse nun vorangetrieben werden, um allfällige Lehren daraus zu ziehen. Die klaren Worte der Bundesrätin fielen im Saal auf fruchtbaren Boden.

Der zweite Teil des Anlasses war der stetig steigenden Bedrohung durch Cyber-Risiken in der Finanzbranche aber auch darüber hinaus gewidmet. Die Diskussionsrunde konnte dabei nicht nur Sicherheit vermitteln, dass die unterschiedlichen Branchen ihre Hausaufgaben gemacht haben, sondern regte die Zuhörenden auch zum Nachdenken über das eigene Verhalten und den Umgang mit den Risiken an. Beim anschliessenden Apéro war denn auch häufig zu hören, wie umfassend das Thema die Branche betrifft.

Paneldiskussion: v.l.n.r. Marco Wyrsch (Head of Group Security swisscom), Alexandra Arni (ICT Leiterin SBVg), Florian Schütz (Leiter NCSC Schweiz), Yves Zumwald (CEO swissgrid), Carolin Roth (Moderatorin)

Möglichkeit zur Vernetzung und Diskussion

Für knapp 400 Gäste war der Bankiertag auch in diesem Jahr eine willkommene Gelegenheit, um sich über die eigene Institution hinaus mit Gleichgesinnten aus der Wirtschaft, Gesellschaft und Politik zu vernetzen. Angeregte Gespräche legten Zeugnis ab, dass viele Themen aus den Referaten, der Paneldiskussion aber auch darüber hinaus bewegen und einer Diskussion bedürfen. Die Möglichkeit zum Austausch wurde auch von den rund 40 Lernenden wahrgenommen, die der Einladung an den Bankiertag gefolgt waren.

Die SBVg freut sich bereits heute darauf, zum nächsten Bankiertag, am 12. September 2024, in Genf zu laden.

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