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10.12.2020

Misstrauen imNetz – e-ID als vertrauenswürdige Lösung

Im Netz herrscht häufig Misstrauen in die Identität des Gegenübers. Wie soll hier Vertrauen geschaffen werden? Dieser Frage müssen sich im kommenden März alle Stimmberechtigten stellen. Die optimale Antwort liegt auf der Hand: Die staatlich anerkannte elektronische Identität (e-ID).

Digitalisierung braucht Vertrauen

Wie in der analogen Welt finden auch im Netz Geschäftsprozesse nur dann statt, wenn ein angemessenes Vertrauen in die Identität des Gegenübers besteht. Hierfür werden jeweils Benutzerkonti resp. eine digitale Identität erstellt. Nur mit meiner digitalen Identität (beim entsprechenden Anbieter) lassen sich bspw. Videos auf der favorisierten Streaming-Plattform anschauen, ein Strafregisterauszug bestellen oder auf das e-Banking der Hausbank zugreifen. Ohne digitale Identitäten funktioniert keiner dieser Dienstleistungen. Aufgrund der Vielzahl an möglichen Kombinationen aus Benutzernamen und Kennwort verwenden viele Personen Passwortmanager oder ihre digitalen Identitäten von globalen Technologie-Unternehmen wie z.B. Facebook und Google.

Elektronische Identitäten der «BigTechs» sind keine Lösung

Viele der heute verfügbaren digitalen Identitäten stammen von den globalen Technologieunternehmen. Die sogenannten «BigTechs» fungieren dabei als Identity Provider (IdP). Benutzer können ein Profil anlegen - also eine digitale Identität erstellen – und sich damit auf zahlreichen anderen Webseiten anmelden und digitale Dienstleistungen nutzen. Für viele Geschäfts- und Behördenprozesse wie bspw. die Eröffnung von Bankkonti, die Verifikation von Zahlungen und Transaktionen, die Einreichung einer Steuererklärung oder das elektronische Signieren von Dokumenten sind diese Identitäten jedoch ungeeignet. Es fehlt ihnen an Sicherheit und Vertrauenswürdigkeit.

Vertrauenswürdige Lösung: Die staatlich anerkannte e-ID der Schweiz

Gegenüber diesen ungeeigneten Formen schlagen Bundesrat und Parlament mit dem BGEID (Bundesgesetz über elektronische Identifizierungsdienste) eine sichere, schweizerische Lösung vor: Eine staatlich anerkannte, schweizweit harmonisierte e-ID. Diese bringt zwei wesentliche Vorteile (siehe Box). Diese Vorteile werden dank der gezielten Zusammenarbeit von Staat und Identity Providern (IdP) erzielt. Insgesamt gewährleistet genau diese Form der Zusammenarbeit Sicherheit, Datenschutz und eine Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten. Damit ist die staatlich anerkannte e-ID die optimale Lösung für die Schweiz.

Zwei Vorteile der staatlich anerkannten e-ID gegenüber bestehenden Lösungen

  • Die eindeutige Identifikation des Gegenübers ist in jedem Fall gegeben, da zur Erstellung der e-ID – und nur nach expliziter Zustimmung durch den Benutzer – die relevanten Personendaten beim Staat abgefragt werden. Dies verhindert Falschangaben.
  • Die Identity Provider (IdP) der e-ID müssen staatlich zertifiziert sein und unterstehen der laufenden Aufsicht der staatlichen e-ID-Kommission (EIDCOM). Nebst den technischen und sicherheitsrelevanten Anforderungen sind stets auch das Schweizer Datenschutzgesetz und die im BGEID zusätzlich definierten Bestimmungen einzuhalten.

Erfahren sie HIER mehr zu Funktionsweise und den Vorteilen der staatlich anerkannten e-ID.

Breite Zustimmung – das Volk hat das letzte Wort

Bundesrat und Parlament sehen in der mit dem BGEID vorgesehenen, staatlich anerkannten Schweizer e-ID eine optimale Lösung. Dennoch wurde gegen das BGEID das Referendum ergriffen. Die Gegner des BGEID kritisieren die vorgesehene Form der Zusammenarbeit von Staat und IdP. Das letzte Wort wird das Schweizer Volk am 7. März 2021 haben. Mit der Zustimmung zum BGEID – und damit der Ablehnung des Referendums – wird sichergestellt, dass Staat sowie Kunden und Unternehmen künftig vom Mehrwert der Digitalisierung profitieren – auch im Finanzbereich. Diese Ansicht teilen neben Bundesrat und Parlament auch die Kantone und die Wirtschaft. Auch die Schweizerische Bankiervereinigung (SBVg) spricht sich für das BGEID aus. Hier erfahren Sie mehr zur Position und den Argumenten der SBVg.

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