Medienmitteilungen22.04.2026
Neue Kapitalvorschriften des Bundesrats führen zu erheblichen Standortnachteilen für den Finanzplatz Schweiz
Die Schweizerische Bankiervereinigung (SBVg) beurteilt die Anpassung des Bankengesetzes zur Eigenmittelunterlegung ausländischer Beteiligungen im Stammhaus systemrelevanter Banken als äusserst kritisch. Der Bundesrat ignoriert die überwiegend kritischen Rückmeldungen aus der Vernehmlassung, insbesondere der Realwirtschaft und von rund 16 Kantonen. Diese weisen zu Recht darauf hin, dass dieser Maximalvorschlag und Schweizer Alleingang den Finanzplatz schwächen, die Kreditversorgung erschweren und Finanzdienstleistungen für Unternehmen verteuern. Die SBVg begrüsst, dass der Bundesrat von seinen Extremvorschlägen in der Eigenmittelverordnung abgerückt ist. Die neuen Bewertungen für spezielle Bilanzpositionen wie Software gehen zwar über den internationalen Standard hinaus, sind jedoch jetzt mit konkurrenzierenden Finanzplätzen aligniert und daher für den Schweizer Finanzplatz tragbar. Positiv ist, dass die allermeisten Banken neu von zusätzlichen Verschärfungen ausgenommen werden.